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Glaukombehandlung

Ein Glaukom tritt (Glaukom) bei ca. 4 % aller Menschen auf und ist somit eine relativ häufige Erkrankung. Sie ist auch unter dem Namen grüner Star bekannt. Ein Glaukom entsteht meist durch eine Abflussstörung des Kammerwassers im Auge, durch den erhöhten Druck im Auge kann auf die Dauer der Sehnerv geschädigt werden. So führt ein unbehandelter grüner Star schließlich zur Erblindung. Wichtig ist daher eine konsequente Behandlung.

Es gibt verschiedene Formen des Glaukoms, die Behandlung erfolgt mit unterschiedlichen Medikamenten oder durch eine Operation.

Behandlung des Glaukoms
Verschiedene Wirkstoffe werden bei der Behandlung der einzelnen Formen des Glaukoms eingesetzt. Dazu gehören z. B. Augentropfen, die zur Verengung der Pupille führen. Einer der ältesten Wirkstoffe ist das Pilocarpin, das schon seit über 100 Jahren in Form von Augentropfen angewendet wird. Pilocarpin bewirkt eine Pupillenverengung und eine Erweiterung der kleinen Kanälchen, durch die das Kammerwasser abfließt. So wird der Augeninnendruck durch einen verbesserten Abfluss des Kammerwassers gesenkt.

Auch Clonidin wird in Form von Augentropfen verordnet. Es senkt ebenfalls den erhöhten Augeninnendruck und wird bei allen Formen des Glaukoms verwendet.

Der Wirkstoff Acetazolamid in Tablettenform wird zur Behandlung des Weitwinkelglaukoms und nach Glaukomoperationen eingesetzt.

Die heutzutage am häufigsten verordneten Medikamente gehören zur Gruppe der Betablocker, die den Augeninnendruck über eine Drosselung der Kammerwasserproduktion senken. Aus dieser Gruppe stammt der Wirkstoff Timolol, der in Form von Augentropfen eingesetzt wird.

Betablocker müssen ein bis zweimal am Tag nachgetropft werden und sind heute aus der Therapie des Glaukoms nicht mehr wegzudenken.

Weitere Wirkstoffe, die zur Behandlung des Glaukoms zur Verfügung stehen, sind Prostaglandine, Carboanhydrasehemmer und Kombinationen aus den verschiedenen Substanzen. Wichtig ist, dass die Therapie immer ganz individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt wird.

Prostaglandine sind relativ neu in der Behandlung des Glaukoms. Sie wirken schon in sehr geringen Dosierungen und daher sollte die einmal tägliche Gabe nicht überschritten werden. Vermutlich bewirken sie eine Entspannung des Ziliarmuskels und über den Ab- bzw. Umbau von Strukturen im Ziliarmuskel eine Verbesserung des Kammerwasserabflusses. Dadurch kann der Augeninnendruck wirksam gesenkt werden.

Die Carboanhydrasehemmer wirken auf das Enzym Carboanhydrase, das z. B. am Auge für die Bildung des Kammerwassers mitverantwortlich ist. Wird die Bildung des Enzyms (Eiweißbotenstoff) verhindert, verringert sich dadurch die Produktion des Kammerwassers. Mit der Menge an Kammerwasser sinkt auch der Augeninnendruck und der Sehnerv wird entlastet.

 

 

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